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  23.08.2009 - Noch viel zu verbessern  
   
 
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Nach dem Ergebnis der Vorsaison (0:7) und den Informationen über die Verstärkungen des Hombrucher SV mit ehemaligen Zweitliga-Spielerinnen musste man eine Niederlage der 1. Damen-Mannschaft des ESV Herne bei der Landesliga-Premiere in Dortmund sicher einkalkulieren. Deswegen ist das 0:2, das sich das Team von Mike Nareyka am Sonntag »einfing«, sicher kein Beinbruch, sieht optisch sogar nach Verbesserung aus.

Der Fairness halber muss man allerdings sagen, dass die Niederlage auch durchaus höher hätte ausfallen können. Dass es nicht so kam, lag einerseits an der überragenden Tina Sartorius, die eines der besten, wenn nicht gar das beste Spiel im Tor des ESV machte. Sicher ein halbes Dutzend allerbester Chancen des Hombrucher SV machte unsere »Nummer eins« zunichte, einige Male stand ihr zudem das »Glück der Tüchtigen« zur Seite.

Andererseits scheiterte einer der Liga-Favoriten auch an eigenen Unzulänglichkeiten. Im Mittelfeld hatte die Heim-Mannschaft ein klares Übergewicht, ließ den Ball gut laufen, aber je näher man dem Herner 16-Meter-Raum kam, desto einfallsloser wurden die Angriffsaktionen. Und wenn das Abwehr-Bollwerk um die kompromisslose Patrizia Mikolajczyk wirklich einmal überwunden war, schafften es die Stürmerinnen des »HSV« nicht, den Ball selbst aus kurzer Distanz ins Netz zu bringen oder scheiterten – siehe oben – an der »Teufels-Tina«.

Leider muss man aber auch sagen, dass die ESV-Damen nach vorne so gut wie gar nichts zustande brachten. In den gesamten 90 Minuten konnte nicht eine einzige zwingende Torchance herausgespielt werden, obwohl es gar nicht so schlecht begonnen hatte. In der Anfangsphase ließ sich der ESV nicht einschüchtern, und bereits in Minute sechs bekam Janina Grzeszik eine erste Schuss-Chance aus halbrechter Position, doch ihr Abschluss hatte zu wenig Power, um eine Gefahr für das Dortmunder Tor zu bedeuten.
 
 
Danach übernahmen die Gastgeberinnen das Kommando, in der 9. Minute musste Tina Sartorius die erste Möglichkeit der Platzherrinnen vereiteln, lenkte den Schuss zur Ecke, die allerdings nichts einbrachte. Drei Minuten später brannte es erstmals lichterloh im Herner Strafraum, Tina Sartorius und eine Abwehrspielerin waren sich nicht einig, die Hombrucher Stürmerin spitzelte den Ball aber nur an den Pfosten - Glück gehabt!

In den nächsten 15 Minuten stand Tina Sartorius mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens, meisterte aber jede ihr gestellte Aufgabe und hielt ihren Kasten weiterhin sauber. Mitte der ersten Halbzeit »plätscherte« das Spiel ein wenig dahin, beiden Mannschaften schienen die »saftigen« Temperaturen zu schaffen zu machen.

Dann drehte Hombruch wieder auf, der Druck auf die Herner Hintermannschaft wuchs beständig, doch Tina und das Glück blieben unserer Mannschaft zunächst noch treu. Gerade als es endlich einmal wieder Richtung gegnerisches Tor ging, fiel vier Minuten vor dem Wechsel doch noch das erste Tor. Nach einem unnötigen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung reagierte die Abwehr zu spät, den Schuss aus etwa zehn Metern konnte Tina Sartorius dieses Mal nicht abwehren. Mit 0:1 ging es in die Pause, kurz vor dem Pfiff des sehr sachlich und schnörkellos pfeifenden Unparteiischen mussten die Herner Fans noch einmal durchpusten, als ein Distanzschuss die Latte touchierte und von da ins Toraus sprang (43.).

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild nur sporadisch, Hombruch blieb am Drücker, und die Entlastungsaktionen für unsere Mannschaft blieben Mangelware. Eine davon schloss Sabrina Steinbusch in der 50. Minute mit einem Linksschuss ab, der sein Ziel allerdings deutlich verfehlte.
 
 
Nach einer kurzen Phase verteilten Spiels legt Hombruch wieder zu, und nachdem die in der 52. Minute eingewechselte Anika Schneider einen Ball ins Toraus geblockt hatte, fiel nach genau einer Stunde bereits die Entscheidung. Beim anschließenden Eckball, bei dem der kurze Pfosten ungedeckt blieb, kam eine Dortmunder Stürmerin ungehindert zum Kopfball, setzte ihn genau in diese Schwachstelle der Herner Abwehr und ließ Tina Satorius damit keine Abwehrchance.

Mike Nareyka wechselte zehn Minuten später gleich zwei Mal aus, brachte Stina Tonnscheidt für Julia Petar und Ramona Werner für Nadine Reimann, der möglicherweise erhoffte Effekt blieb allerdings aus. Hombruch blieb die bessere Mannschaft, vergab Chance um Chance und hatte zudem das Pech, dass der Schiedsrichter nach 71 Minuten einem korrekten Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung die Anerkennung versagte. In der Schlussphase konnten die ESV-Damen das Spiel wieder ausgeglichener gestalten und auch den Ball länger in den eigenen Reihen halten; eine wirkliche Chance hatten sie aber auch in dieser Spielphase nicht. Nach 92 Minuten pfiff der Schiedsrichter die Partie ab, der erhoffte Punkt war einfach nicht zu realisieren.

Fazit: Gegen einen der Liga-Favoriten hielt sich die Niederlage zwar in Grenzen, doch wenn man in den nächsten Spielen mehr erreichen will, ist noch ganz viel zu verbessern.

Genau so sah es auch der Trainer: »Ich denke, wir hatten uns viel vorgenommen, konnten aber nur wenig umsetzen. Dass die Mannschaft noch nicht voll da ist, habe ich bereits erwähnt. Das Ganze dauert seine Zeit, wir reden hier von einem Aufsteiger, der gegen eine feste Größe in der Landesliga gespielt hat, einige der Gegnerinnen hatten sogar schon Erfahrung in der Bundesliga sammeln können, das darf man einfach nicht vergessen. Mit dem Ergebnis kann ich leben, aber wir haben uns nicht gewehrt, da hatte ich mir von meiner Mannschaft mehr erhofft. Ich erwarte im ersten Heimspiel der Saison eine Reaktion!«

Der Gegner am nächsten Sonntag heißt allerdings FC Borussia Dröschede und kommt nach einem 6:1-Kantersieg über Waldesrand Linden als erster Tabellenführer an den Stadtgarten!

Es spielten: Tina Sartorius, Patrizia Mikolajczyk, Gina Schwesig (52. Anika Schneider), Julia Petar (68. Stina Tonnscheidt), Janina Grzeszik, Ferdane Sahin, Banu Bayrak, Sabrina Steinbusch, Luisa Rotondaro, Annika Wolf, Nadine Reimann (68. Ramona Werner) – Im Kader: Aileen Schneider, Marietta Keck