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  08.09.2009 - Wochenende: Am besten schnell vergessen  
   
 
Ein »grausiges« Wochenende – zumindest, wenn man nur die Ergebnisse betrachtet - liegt hinter den Mädchen- und Damen-Mannschaften des ESV Herne. Dem 0:3 der U 15 gegen Hessler 06 am Samstag folgten am Sonntag zwei »deftige« Niederlagen der beiden Damen-Teams.

Es reicht allerdings nicht, die Vorstellungen der drei Mannschaften nur nach dem Final-Resultat zu bewerten. Das erkennt man rasch, wenn man zum Beispiel die vorliegenden Informationen zum Spiel der neu formierten U 15 betrachtet. Die wahrscheinlich jüngste Mannschaft der gesamten Staffel lieferte dem körperlich und routinemäßig überlegenen Gegner aus Gelsenkirchen in den ersten 35. Minuten ein offenes Kampfspiel, in dem die Gastgeberinnen über weite Strecken die bessere Mannschaft waren.

So erspielten sich die ESV-Girls allein drei so genannte »Hundertprozentige«, und wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte man die eine oder andere Chance tatsächlich »rein« gemacht. An diesem Punkt muss man natürlich weiter arbeiten, ansonsten aber war die Vorstellung der Mannschaft ähnlich gut wie beim Einstandssieg in Bismarck. Unglücklicherweise gelang den Gästen kurz vor dem Halbzeitpfiff nach einem langen Ball die zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht verdiente 1:0-Führung.

Nach dem Wechsel schloss der ESV an die Leistung der ersten 35 Minuten an – im Positiven wie im Negativen! Es wurde weiter gefällig kombiniert, aber ein Treffer für die Heim-Mannschaft wollte einfach nicht fallen. Im Gegenteil: Aus klarer Abseitsposition kam Hessler zum zweiten Treffer, doch auch danach gab das Team nicht auf, allein Alex Buntrock hatte drei Chancen, um ihre Mannschaft noch einmal heran zu bringen. Leider gelang ihr dies nicht, und so musste man in der Endphase auch noch das 0:3 hinnehmen.

Trotzdem dürfen Mannschaft und Betreuer mit dem Spiel zufrieden sein, wenn man im Laufe der Zeit, die diese extrem junge Mannschaft voraussichtlich zusammen sein wird, die am Erfolg hindernden Kleinigkeiten noch abstellen kann, werden sich auch weitere Erfolge einstellen. Mike Nareyka ist jedenfalls überzeugt, dass dieses Team seinen Weg machen wird. Das für den gleichen Tag angesetzte Spiel der U 17 II gegen den VfL Grafenwald fiel leider aus, weil der Gegner nicht antrat. Weil die beiden anderen Sieger des ersten Spieltages, Habinghorst und der VfL Gladbeck, ihre Spiele mit jeweils 10:0 gewannen, blieb die Mannschaft von Ralf Hinz und Dirk Reinhold vorerst auf dem dritten Tabellenplatz.

Jeweils klar geschlagen wurden die beiden Herner Damen-Teams am Sonntag. Die Landesliga-Mannschaft hatte sich als Gast der SF Westfalia Hagen zumindest einen Punkt erhofft, reiste allerdings nur mit sehr dünner Personaldecke an und wurde in der ersten Halbzeit regelrecht auseinander genommen. Schon nach 18 Minuten stand es 0:4, bereits nach zwei Minuten musste Geburtskind Tina Sartorius ihr erstes »Geschenk«, auf das sie sicher gern verzichtet hätte, aus dem Netz holen. Erst nach dem deutlichen Rückstand fing sich die Mannschaft ein wenig, kam zu ersten, eigenen Chancen, doch erst nach dem 0:5 in der 38. Minute führte der direkte Gegenzug zum Ehrentreffer durch Sabrina Steinbusch nach schönem Zusammenspiel mit der wieder einsatzfähigen Banu Bayrak.

Trotz deutlicher Worte von Seiten des Trainers wurde es auch in der zweiten Hälfte nicht wesentlich besser, in der 51. Minute erhöhte Hagen auf 6:1 und schaltete danach einen Gang zurück. Ungeachtet der sich abzeichnenden Niederlage passierte das Schlimmste an diesem Tag in der 70. Minute. Tina Sartorius prallte nach einer Flanke von rechts mit einer in diese hinein grätschenden Angreiferin der Gastgeber zusammen. Während unsere »Nummer eins« noch Glück hatte und sich »nur« eine starke Schienenbeinprellung zuzog, musste die Hagener Spielerin mit einem komplizierten Schienbeinbruch (genau Einzelheiten sind nicht bekannt) ins Krankenhaus eingeliefert werden und fällt sicher für längere Zeit aus. Natürlich hoffen wir alle für sie, dass die Verletzung bald ausheilt und sie irgendwann wieder spielen kann.

Durch den Ausfall von Tina Sartorius musste Sabrina Steinbusch das Torwart-Trikot überstreifen, und Anika Haus kam – als U 17-Spielerin – zu ihrem ersten Einsatz in der Landesliga der Damen. Sicher hätte sie sich einen besseren Grund gewünscht als die Verletzung der Team-Kameradin, aber man kann es sich halt nicht aussuchen. Hagen erhöhte in der 84. Minute noch auf 7:1, und selbst Mike Nareyka musste einräumen, dass die Niederlage auch in dieser Höhe verdient war. »Es gab einige Handicaps im Vorfeld, aber die erklären eine solche Vorstellung nur, entschuldigen können sie sie nicht. Wer in der Landesliga spielen will, muss anders auftreten. Nächsten Sonntag kommt Severinghausen, die haben auch noch keinen Punkt, da müssen wir es einfach schaffen«, sagte der Coach.

Es spielten: Tina Sartorius (70. Anika Haus) – Anika Schneider, Patrizia Mikolajczyk, Stina Tonnscheidt, Ramona Werner (45. Julia Petar), Ginas Schwesig, Sabrina Steinbusch, Banu BAyrak, Aileen Schneider, Janina Grezszik, Ferdane Sahin

Die ESV-Damen stehen aufgrund des schlechten Torverhältnisses nach drei Spieltagen auf einem Abstiegsplatz, doch sind insgesamt fünf Teams noch ohne Punkt und eine Mannschaft hat lediglich einen Zähler, so dass eigentlich noch kein Grund zur Besorgnis besteht – vorausgesetzt, man beendet die »schwarze Serie« am nächsten Wochenende. Vor der Meisterschafts-Begegnung steht am Samstag, 12. September, noch das »Spiel des Jahres« gegen die Zweitliga-Mannschaft des FCR 2001 Duisburg in Sodingen an. Auf Details zu diesem Spiel kommen wir noch zurück.

Die zweite Damen-Mannschaft unterlag beim Aufstiegsfavoriten SW Röllinghausen nach zuvor zwei klaren Siegen ebenso klar mit 0:5. Allerdings ist diese Niederlage in erster Linie auf die Tatsache zurückzuführen, dass man eine Halbzeit nur mir neun und nach dem Wechsel – als Gina Schwesig noch vom Spiel der »Ersten« aus Hagen ankam – mit zehn Spielerinnen gegen diesen starken Gegner antreten musste. Das frühe 0:1 (3.) steckten die ESV-Damen – so Betreuer Dirk Guennewich – sehr gut weg, zeigten Moral und hielten kräftig dagegen.

Die Einstellung änderte sich auch nach dem zweiten Treffer in der 28. Minute nicht, bis zum Wechsel war das Manko zweier fehlender Spielerinnen noch nicht so deutlich zu merken. Erst mit zunehmender Spieldauer ließen die Kräfte, nicht aber die Einsatzbereitschaft nach, trotz dreier weiterer Gegentreffer zwischen der 50. und 81. Minute zum finalen 0:5 verdiente sich die Mannschaft die uneingeschränkte Anerkennung ihres Trainers.

Für die einzigen positiven Schlagzeilen des Sonntags sorgten die beiden Herner Männer-Mannschaften. Die »Erste« begann gegen das zuvor nur einmal geschlagene Team von DJK Victoria Habinghorst II forsch, hatte auch einige gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen, doch blieb es bis zum Wechsel beim gleichen Stand wie zu Spielbeginn. In der zweiten Hälfte wurde das Niveau – wie schon am Vorsonntag in Wanne – deutlich geringer, nur das Ergebnis war ein besseres.

Um die 75. Minute herum wurde Mifail Kasnici im Habinghorster Strafraum von den Beinen geholt, und Ralf Piorr verwandelte den fälligen Elfmeter zum alles in allem verdienten 1:0-Erfolg der Schwarz-Roten. Mit nunmehr sechs Punkten ist die Mannschaft »Tabellenführer der zweiten Hälfte«, was im Klartext Rang neun bedeutet.

Drei Punkte und damit die Wiedergutmachung für die desaströse 3:11-Niederlage aus der Vorwoche gelangen auch der zweiten Mannschaft, sie bezwang Adler Rauxel II letztlich sicher mit 3:1 und brachte damit ebenfalls die Punkte vier bis sechs unter Dach und Fach. Detail-Informationen zu dieser Begegnung gibt es leider keine.