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  27.09.2009 - U 17 II: Peinlicher Auftritt  
   
 
Wenn man ein Fußballspiel ausschließlich am Ergebnis misst, kann man sich über dessen Verlauf, vor allem aber über dessen Qualität, schnell einmal täuschen. Das samstägliche Auswärtsspiel der U 17 II beim SV Horst 08 in Gelsenkirchen war so ein Spiel. 10:1 (nicht, wie bei www.fussball.de veröffentlich, 10:0) gewonnen und Spitzenreiter in der Staffel, da kann – nein, da muss - man doch hoch zufrieden sein!

Weit gefehlt! Der Auftritt der Truppe, die bislang von Ralf Hinz und Dirk Reinhold trainiert wurde, war an Peinlichkeit nur schwer zu überbieten. Es begann schon damit, dass sich der »Cheftrainer« in Gelsenkirchen erst gar nicht blicken ließ, wirklich abgemeldet hatte er sich nicht, einen Grund fürs Fernbleiben schon gleich gar nicht mitgeteilt. Und mit einem Anruf kurz vor der Halbzeit kann man Interesse bestenfalls heucheln.

Ein richtiges Wettspiel konnte die Begegnung auch nicht werden, denn die Horster Mannschaft verfügt nur über insgesamt elf Spielerinnen, und von denen fehlten am Samstag gleich drei, so dass die Mädchen über die gesamten 80 Minuten in deutlicher Unterzahl spielen mussten. Die ESV-Mädels hatten hingegen lediglich Torhüterin Verena Gretschel nicht dabei, angesichts der zu bewältigenden Aufgabe allerdings kein wirkliches Handicap. Kyra Kuntz ersetzte sie und hatte einen ruhigen, für sie allerdings recht unbefriedigenden Nachmittag.

Was bei diesem Ungleichgewicht herauszukommen drohte, wurde schon nach zwei Minuten deutlich: Esra Özdemir wurde gleich bei ihrem ersten Ballkontakt im Horster Strafraum zu Fall gebracht, keine böse Aktion, aber ein Foul halt, und der Schiedsrichter hatte keine andere Wahl, als schon nach knapp 100 Sekunden auf den Punkt zu zeigen. Hellen Ludwig, in der Vorwoche gegen Horst noch mit einer tollen Vorstellung, schoss den »Elfer« so unplatziert, dass die Horster Torhüterin fast mühelos parieren konnte, und man hatte sofort den Eindruck, dass unsere Mannschaft die Sache nicht ernst nahm. Trotzdem erzielte Esra nach nur fünf Minuten aus acht Metern die Führung, die Vivian Gaj sechs Minuten später nach Vorarbeit von Sabine Reinhold ausbauen konnte.

 
 
Dann begann eine für die Zuschauer »grausige« Zeit, in der die ESV-Spielerinnen abwechselnd ins Abseits liefen oder die allerbesten Torchancen reihenweise versiebten. Es dauerte bis zur 22. Minute, bevor die auf der rechten Seite immer wieder völlig frei stehende, aber von den Mitspielerinnen häufig ignorierte Hellen Ludwig mit einem schönen Schuss aus 16 Metern hoch in den Torwinkel zum 0:3 vollendete. Trotzdem: Hätte Hellen für jede vergebene Torchance die in der Vorwoche von Oma Regine erhaltene Torprämie von fünf Euro zurückzahlen müssen, würde sie wohl jetzt ein Minus auf dem Sparbuch haben!

Während die Gastgeberinnen, die das Spiel natürlich bewusst langsam machten, um bei dem warmen Wetter und bei dem staubigen Untergrund nicht frühzeitig »auf dem Zahnfleisch« zu gehen, kaum einmal über die Mittellinie kamen, rannten die ESV-Girls weiter ziemlich planlos an, weitere Tore durch Esra Özdemir (25.), Vivian Gaj (34.) und Hellen Ludwig (40.) fielen bei der numerischen Überlegenheit aber zwangsläufig. Dass es den Gastgeberinnen unmittelbar nach dem 0:6 gelang, mit zwei Zügen die offensichtlich im »Tiefschlaf« liegende ESV-Abwehr auszuspielen und den Ehrentreffer zu erzielen, machte das Maß voll: Eine solche Präsentation wollte sich der Chronist nicht noch weitere 40 Minuten bieten lassen und verließ »fluchtartig« den Platz in Gelsenkirchen.
 
 
Deswegen ist über die zweite Hälfte lediglich zu berichten, dass noch vier weitere Treffer für unsere Mannschaft fielen, wer sie wann schoss, konnten nicht einmal die vor Ort verbliebenen Eltern sagen. Mit dem Endergebnis von 10:1 konnte die angestrebte Tabellenführung zumindest realisiert werden, aber das ist auch schon alles, was es an Positivem abschließend zu resümieren gibt.

Es spielten: Kyra-Lee Kuntz – Lisa Engwer, Jana Eismann, Hellen Ludwig, Jana Zimmermann, Charlina Kilian, Vivian Gaj, Sabine Reinhold, Silvia Linne, Vanessa Konieczny, Esra Özdemir, Janina Reinke, Annika Hinz