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  28.09.2009 - Damen I: Aufholjagd wird nicht belohnt  
   
 
Der praktisch seit dem ersten Spieltag höchst »prekären« Situation voll bewusst, wollten die ESV-Damen im Heimspiel gegen den TuS Dortmund-Rahm am Sonntag von Beginn an die gute Leistung in Wickede bestätigen. Alle taktischen und sonstigen Überlegungen aber waren schon nach 60 Sekunden Makulatur. Nach einer Ecke stand eine gegnerische Stürmerin in Tornähe goldrichtig und versenkte den Ball zum 0:1 im Herner Tor.

Danach war es – vor ansprechender Kulisse – von beiden Seiten eine schwache Landesliga-Partie, in der es Dortmund-Rahm fast ausschließlich mit langen Bällen versuchte und das ESV-Team aus Angst, einen Fehler zu machen, auch so gut wie nichts zustande brachte. Nur einer Handvoll Spielerinnen merkte man an, dass sie sich gegen eine weitere Niederlage wehren wollten.

Zwar ließ unsere Mannschaft in der Folge nicht unbedingt viele Torchancen zu, doch zahlreiche Fehlpässe und ängstliches Zweikampfverhalten verschafften der Mannschaft aus Dortmund immer wieder Ballbesitz. Eine der sich daraus entwickelnden Möglichkeiten führte in der 17. Minute zum 0:2. Der Treffer war beinahe eine Kopie des ersten Tores, sieht man einmal davon ab, dass der nach einer Standard-Situation gefallen war, während der zweite im Anschluss an eine Flanke von der rechten Seite fiel. Vorangegangen war zwar eine klare Abseitsstellung, verdient war das Tor für Dortmund-Rahm zu diesem Zeitpunkt allemal.

In der Halbzeitpause gab es auf Herner Seite natürlich lange Gesichter. So hatte man sich das Ganze nicht vorgestellt, der dringend benötigte »Dreier« musste her, doch davon war »Frau« zu diesem Zeitpunkt weit entfernt. Mit mehr Entschlossenheit und einigen Umstellungen innerhalb der Mannschaft ging es in die zweite Hälfte. Patrizia Mikolajczyk spielte jetzt im rechten Mittelfeld, während Janina Grzeszik wurde aus dem Defensivbereich in die Spitze beordert, wo man jetzt den Gegner unter Druck setzen wollte.
 
 
Der Wille war jetzt wieder da, der Kampf wurde angenommen, und als Patrizia Mikolajczyk in der 51. Minute mit einem tollen Freistoß-Tor der Anschlusstreffer gelang, war ein Aufbäumen deutlich zu spüren. Das ESV-Team entwickelte viel Druck, allerdings meist nur bis zum gegnerischen Strafraum, damit war allerdings die Wende nicht zu schaffen. Obwohl Banu Bayrak und Janina Grzeszik den Ausgleich auf dem Fuß hatten, konnte die 1:2-Niederlage letztlich nicht mehr verhindert werden.

Am Ende saßen die Mädels mit versteinerten Gesichtern auf dem Platz und mussten sich erst einmal sammeln. Die zweite Hälfte hatte gezeigt, dass gegen eines der schwächeren Teams der Liga mehr drin war. Dass es trotzdem nicht gelang, war natürlich doppelt frustrierend.

Trainer Mike Nareyka zum Spiel: »Die Mannschaft kam nach dem frühen und klaren Rückstand noch einmal wieder, das war wichtig. Auch wenn die Tabelle nicht gut aussieht, dürfen wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben alle Rückendeckung vom Verein, die wir brauchen, und am Ende müssen wir Zwölfter werden, um die Klasse zu halten. Die Mädels brauchen die Chance, sich einspielen zu können, auch das taktische Wissen bedarf weiterer Schulung. Eigentlich ist die Truppe perfekt für unser Vorhaben, langfristig etwas aufzubauen. Der niedrige Altersschnitt, auch in der zweiten Mannschaft, ist optimal. Wichtig ist, dass die Mannschaft von allen noch mehr unterstützt wird als bisher!«

Es spielten: Tina Sartorius - Anika Schneider, Patrizia Mikolajczyk, Laura Raddy, Nadine Reimann (42. Ramona Werner), Janina Grzeszik, Sabrina Steinbusch, Banu Bayrak, Luisa Rotondaro, Ferdane Sahin (56. Stina Tonnscheidt), Aileen Schneider (65. Gina Schwesig)

Zu den Fotos: Tina Sartorius und Banu Bayrak bereinigen gemeinsam eine brenzlige Situation vor dem Herner Tor (oben); Viel zu selten übernahmen die ESV-Damen gegen Rahm die Initiative (unten)